„Eigentlich ist es für uns kein Grund zum Feiern“, so S. M.
Lioba Endres, die Direktorin der Realschule des Zweckverbands Auerbach bei ihrer
Dankansprache an den verdienten Pädagogen und Konrektor Peter Strobl. Mit
dem Bekenntnis „Ich hätte mir keinen besseren Konrektor wünschen
können!“ fasste sie alle Vorzüge des scheidenden Kollegen zusammen,
der fast 37 Jahre der Realschule die Treue hielt.
„Wer insgesamt 800 000 km zurücklegte, um immer wieder nach Auerbach zu kommen (von seinem Wohnort Altdorf bis zum Schulort Auerbach und zurück), den kann man wohl als ‚Auerbacher’ bezeichnen“, meinte Bürgermeister Neuß, der zusammen mit Herrn Strobl an der Realschule anfing, dieser als blutjunger Lehrer, jener als Schüler. Wie die ersten vier Jahre an der Realschule, so seien die beiden auch die letzten vier Jahre wieder zusammengekommen, Herr Strobl als Konrektor und Herr Neuß als Mitglied des Zweckverbands.
Herr Landrat Reisinger hielt seine Rede bewusst knapp, dankte mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ Herrn Strobl für seinen Einsatz und wünschte der neuen Konrektorin, der die Ernennungsurkunde bereits im Landratsamt überreicht wurde, einen guten Start.
Herr Ministerialbeauftragter Meier erinnerte an die gemeinsame Prüfungszeit in Pasing, wo er immer Herrn Strobl voraus war, da im Alphabet „M“ vor „S“ kommt. Was den Ruhestand betrifft, sei nun Herr Strobl der Erste und er selbst folge ihm in einem halben Jahr. Auch dieser Redner machte nicht viele Worte, da man ja, so steht es bei Matthäus („nicht dem Lothar, sondern dem Evangelisten“), über jedes unnütze Wort Rechenschaft ablegen müsse.
Lehrkräfte und Schüler hatten sich für die Feierstunde ein buntes Programm einfallen lassen. Die Bläsergruppe unter der Leitung von Frau Eichinger gestaltete den musikalischen Rahmen. Die Zehntklassmädchen gaben ihren eigens gedichteten „Strobl-Song“ zum Besten. Ein Exklusiv-Interview, das im zweiten Teil durch gewollte „technische Pannen“ für Heiterkeit sorgte, da die Antworten nicht mehr ganz zu den Fragen passten, gab Aufschluss über die Person, den Werdegang und die Vorlieben von Peter Strobl. Die Darstellung der Schulspieler führte vor Augen, wie viele Funktionen Herr Strobl an der Schule inne hatte, die nun auf verschiedene Kollegen aufgeteilt werden müssen: „Viele für einen!“
Die Schülermitverantwortung überreichte ein „gestyltes“ Mathebuch zur Erinnerung und bat Herrn Strobl, als „Mathemeister“ auf dem Wagen mit dem Schlagzeug Platz zu nehmen, mit dem starke Schüler ihn aus der Turnhalle zogen. So wurde ihm „der Marsch geblasen“, den er auch noch selbst rhythmisch begleitete.
Es ist so, wie es im Lied der Lehrer zu Gehör gebracht wurde: „Wenn Du uns verlässt – pa ra pa pa pam – ist das für uns kein Fest.“ Herr Strobl wird der Realschule fehlen. Das wurde bei der sehr herzlichen Abschiedsfeier mit der ganzen Schulfamilie deutlich.