Unsere Schülerin Arina Astolfi aus der 7. Jahrgangsstufe sammelte wertvolle Erfahrungen an einer besonderen Schule:
„Im Rahmen eines Austauschs hatte ich die Möglichkeit, zwei Wochen lang das Collège Les Lucioles in Südfrankreich zu besuchen. Die Schule befindet sich in der kleinen Gemeinde Marquixanes und unterscheidet sich in vielen Bereichen vom deutschen Schulsystem.Das Collège Les Lucioles ist eine kleine Schule mit etwa 20 Schülerinnen und Schülern. Der Unterricht beginnt täglich um 9 Uhr und endet um 17:30 Uhr, freitags bereits um 17 Uhr. Dafür ist mittwochs schulfrei. Eine Besonderheit ist die lange Mittagspause von 12 bis 14 Uhr. In dieser Zeit kochen die Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen selbstständig oder bringen Essen von zu Hause mit.
Besonders beeindruckt hat mich die große Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler. Sie dürfen mitentscheiden, wie ihr Stundenplan organisiert wird, und selbst wählen, mit welchen Fächern sie beginnen möchten. Am Nachmittag arbeiten sie an spannenden Projekten, die Kreativität und Eigenverantwortung fördern.
Auch der Unterricht unterscheidet sich von Deutschland: Eine Unterrichtsstunde dauert 55 Minuten statt der üblichen 45 Minuten. Insgesamt empfand ich die Atmosphäre an der Schule als sehr entspannt. Die französischen Schülerinnen und Schüler wirkten auf mich lockerer und gelassener.
Neben dem Schulalltag blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Das Wetter war während meines Aufenthalts hervorragend, und wir konnten sogar bei Vollmond fast bis in die Nacht hinein in einem See baden. Dabei habe ich viele neue Freundschaften geschlossen.
Während meines Aufenthalts wohnte ich bei einer sehr herzlichen Gastfamilie. Gemeinsam unternahmen wir mehrere Ausflüge und lernten die Region kennen. Besonders gefreut hat mich, dass die Schülerin, bei der ich zu Gast war, wie ich Theater spielt. Ich durfte eine Aufführung des berühmten Stücks „Der kleine Prinz“ besuchen und war von der Vorstellung begeistert. Dieses Erlebnis war für mich ein besonderer Höhepunkt meines Aufenthalts. Besonders wertvoll war außerdem die Möglichkeit, meine Französischkenntnisse im Alltag anzuwenden und deutlich zu verbessern.
Die zwei Wochen in Südfrankreich waren eine unvergessliche Erfahrung. Ich habe nicht nur viel über das französische Schulsystem gelernt, sondern auch neue Freunde gefunden und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen.“